Windkraft als Übergangstechnologie? Grüne sehen Garant für Versorgungssicherheit und sinkende Preise
Videobeschreibung:
Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) sieht die Windenergie lediglich als „Übergangstechnologie“. Die Windkraft „wird uns zehn Jahre, 20 Jahre, vielleicht 30 Jahre begleiten“, sagte Merz am Montag beim Nordseegipfel in Hamburg. Er setze darauf, „dass Deutschland den ersten Fusionsreaktor der Welt ans Netz nimmt“. Strom werde dann so günstig sein, dass es keine anderen Erzeugungsmethoden mehr brauche.
Co-Fraktionsvorsitzende der Grünen im Bundestag, Katharina Dröge . Darauf am Dienstag (27. Januar) von Epoch Times angesprochen, zeigt sich Katharina Dröge, Co-Fraktionsvorsitzende der Grünen im Bundestag, einerseits belustigt andererseits empört.
„Ich musste ehrlich gesagt im ersten Moment lachen, als ich gehört habe, was Friedrich Merz an dieser Stelle gesagt hat, so absurd fand ich seine Forderung“, erklärte die Grünen-Politikerin.
Für sie verhalte sich der Bundeskanzler „ständig“ wie ein Elefant im Porzellanladen. „Der reist zu einem Gipfel, der das Ziel hat, den Windenergieausbau zu beschleunigen. Und das Beste, was er dort tun kann, ist offenbar den Leuten zu sagen, dass Windenergie eine Übergangstechnologie ist.“ Dies sei faktenfrei und fern von jeder Realität, denn ein massiver Ausbau Erneuerbare Energien brächten Versorgungssicherheit und sinkende Preise, so Dröge.
Die Diskussion über Fusionsreaktoren führe Deutschland bereits seit Jahrzehnten, ohne einen einzigen Fortschritt in irgendeiner Richtung zu erleben. „Das heißt, der Kanzler klammert sich an irgendwelche Vorstellungen, die komplett unrealistisch sind. Redet dabei aber eine stabile Wirtschaftsbranche in diesem Land schlecht. Und das halte ich für verantwortungslos.“
Auch die AfD-Fraktionsspitzen äußerten sich zum Thema Energiepolitik. Allerdings aus dem Blickwinkel einer drohenden Gasmangellage.
„Seit der Abschaltung der letzten Kernkraftwerke im Jahr 2023 ist der Gasverbrauch zur Stromerzeugung stark angestiegen“, erklärte Co-Fraktionsvorsitzender Tino Chrupalla auf der AfD-Fraktionspressekonferenz.
Laut Chrupalla wird es bis Ende Januar knapp zu einer Verdopplung des Gasverbrauchs in nur vier Jahren gekommen sein. Die öffentlich zugänglichen Zahlen zeigen einen Anstieg, aber keine Verdoppelung. Während Deutschland 2021 10,5 Prozent (51,1 TWh) seiner Gesamtstromproduktion aus Erdgas gewann, waren es 2025 13,5 Prozent (78,5 TWh).
„Der Ausstieg aus der Kernenergie und der Ausstieg aus russischem Gas ist sprichwörtlich ein Schuss in beide Knie“, so der AfD-Politiker weiter. Jedes Kernkraftwerk würde in der aktuellen Situation helfen.
Die Co-Fraktionsvorsitzende Alice Weidel plädierte daher für einen sofortigen Wiedereinstieg in die Kernenergienutzung.
„Deutschland kann seine wirtschaftliche Stärke nur zurückgewinnen, wenn es an den Ursachen ansetzt: Die Massenmigration stoppen und umkehren, die Energiewende beenden, Steuern und Abgaben drastisch senken.“
Dazu zähle auch der Wiedereinstieg in die Kernkraft: „Wir müssen unbedingt die Kosten für unsere Unternehmen senken, die Energiepreise senken und die Steuern und Abgaben. Neue revolutionäre Technologien, wie beispielsweise Modularkraftwerke und Flüssigsalzreaktoren bieten neue Chancen, die wir nicht ungenutzt vorüberziehen lassen dürfen“, sagte Weidel.
Deutschland spielt in der Fusionsforschung international vorn mit. Doch während die Wissenschaft in dem Gebiet rasante Fortschritte macht, stellt die Wirtschaftlichkeit noch eine gewaltige Herausforderung dar. Die deutsche Demonstrationsanlage „Stellarator Alpha“ in Garching bei München, soll bis zum Jahr 2031 erstmals Kernfusionsenergie erzeugen.
Die Bundesregierung fördert die Fusionsforschung. So hat das Bundeskabinett Anfang Oktober 2025 ihren Aktionsplan „Deutschland auf dem Weg zum Fusionskraftwerk“ beschlossen. Bundesforschungsministerin Dorothee Bär sagte: „Mit dem Aktionsplan Fusion bereiten wir den Weg für das erste Fusionskraftwerk der Welt in Deutschland.“ Dazu will die Bundesregierung die Fusionsforschung bis 2029 mit mehr als 2 Milliarden Euro unterstützen.
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