• Veröffentlicht vor 5 Monats in der Kategorie Politik & Hintergründe

    Kultur ist das Betriebssystem des Menschen.

    Ohne Kultur ist der Mensch wie ein Rechner ohne User.nnWir leben in sehr berechnenden Zeiten.

    Alles wird daraufhin ü

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    Kultur ist das Betriebssystem des Menschen.

    Ohne Kultur ist der Mensch wie ein Rechner ohne User.nnWir leben in sehr berechnenden Zeiten.

    Alles wird daraufhin überprüft, ob es sich rechnet.

    Auch Kultur.

    Kultur im 21.

    Jahrhundert ist vor allem Kulturbetrieb.

    Ein Betrieb, der ständig danach trachtet, Mitarbeiter zu entlassen, um zeitgleich die Produktion hochzufahren.

    Dieses Hochfahren ist die eigentliche Hochkultur unserer Kultur.

    Popkultur.

    Shopkultur.

    Das Streben nach dem grössten gemeinsamen Markt! Quotenkultur.nnWas heute zählt, ist das Wissen über die Beschaffenheit der Masse.

    Die Masse ist träge.

    Kultur für die Masse ist schwer zu ertragen.

    Wenn wir heute etwas über Masse und damit über uns als Individuen wissen wollen, lassen wir Kundenprofile erstellen.

    Immer nach Jägern und Sammlern, getarnt als Käufer - Verkäufer.

    Gefischt wird heute mit dem Internetz.nnUnsere Kultur, die digitale Kultur, dient nicht dem Einzelnen das Leben zu begreifen, sondern zunehmend dem Staat, uns in den Griff zu bekommen.

    Wo man hinkommt: Überwachungskameras.

    Orwell war ein Optimist.

    Ihm wäre das Lachen längst vergangen.

    Wir haben vorgesorgt.

    Comedy is King.

    Formatiert halten wir unsere Kultur in Form - am laufenden Band.nnMit Lachen, das vom Band kommt.

    Kultur diente dem Menschen mal dazu, der Natur eine Antwort entgegenzuhalten, eine Antwort auf eine Frage, die die Natur so nie gestellt hatte.

    Warum???nnWarum ist out.

    Warum ist anlog.nIn ist: digital.

    In ist, wer drin ist.nAuf der Höhe der Zeit.

    Willkommen im Neanderdigital.nJede Null kann es heute zur Nummer Eins bringen.

    Es reicht: Dauerpräsenz.nnIm Bild sein, hat Gebildetsein ersetzt.

    Heute gilt: wir erfahren nichts mehr selber! Wir lassen erfahren!nnWissen ist längst Ware, Massenware.

    Hergestellt von Massenmedien.nnUnsere Kultur kann man mit unseren Autos vergleichen.

    Sie werden immer komplizierter.

    Sie werden immer schneller.

    Sie stehen immer häufiger im Stau, sehen alle irgendwie gleich aus und produzieren ganz nebenbei: heisse Luft.nnWir sind zu Beifahrern in unserem eigenen Leben verkommen.nnNaiv? Ja! Aber mit Navi! Wir glauben zu wissen, wo es lang geht und was immer wir da am Wegesrand entdecken wird von uns in Besitz genommen.

    Wir verwechseln Finden mit Erfinden.nnDas betrifft auch unsere Definition von Kultur.

    Wir halten Kultur für eine einzigartige rein menschliche Leistung, etwas, was nur unsere Spezies zu schaffen im Stande ist.

    Nur stimmt das ? Muss der Begriff Kultur in Wahrheit nicht auf das Leben an sich ausgedehnt werden?nnWas ist Evolution, wenn nicht die Kultur der Natur.

    Ihre Exponate offenbaren sich im Entstehen der Arten.

    Der Irrtum unserer Art ist schon sprachlich erkennbar.

    Der Mensch glaubt ernsthaft, aus der Natur hervorgegangen zu sein.

    Tatsächlich ist er von ihr eingekreist.nnDer maximale Abstand, den der Mensch von der Natur erreichen kann, ist der Abstand Kopf-Erde.

    Einigen wir uns auf durchschnittlich 1,80.

    Aber auch wenn wir aufrecht gehen, ist unsere Kultur doch in Wahrheit latent auf Froschperspektive.nDas zeigt sich immer dann, wenn irgendwo ein Krieg ausbricht.

    Kaum ein paar Wochen vom Hauptserver Kultur, der Zivilisation, abgekoppelt, mutiert das Kulturwesen Mensch zum brutalsten aller Geschöpfe.nnDer Mensch, das Projekt K, geht k.o.

    Schon in der ersten Runde.

    Unsere Arroganz basiert auf der Annahme, dass wir inzwischen so viel wissen, dass wir nicht mehr wissen müssen, woher dieses Wissen stammt.

    Wir haben begonnen, unser Wissen auszulagern.

    Im grossen Stil.

    Stil war mal Haltung.

    Kultur war mal Geisteshaltung, die man bitteschön mitzubringen hatte.nnDas Kulturvolk heute kocht nach Rezept.

    Es kocht Rezepte nach.

    Was fehlt ist eigener Geschmack.

    Um der drohenden Geschmacklosigkeit vorzubeugen, produziert unsere Kultur Werbung.

    Als Geschmacksverstärker.

    Werbung ist heute Kunst.

    Werbung ist KULTUR...nn+++nnKenFM jetzt auch als kostenlose App für Android- und iOS-Geräte verfügbar! Über unsere Homepage kommt Ihr zu den Stores von Apple und Google.

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