Tagesdosis 12.7.2018 - Auf du und du mit dem NSU…

  • Veröffentlicht vor 5 Tage in der Kategorie Politik & Hintergründe

    …ein Geheimdienst Skandal sondergleichen.nnEin Kommentar von Bernhard Loyen.

    Im Audioformat:nnGestern wurde nach fünf langen Jahren das Urteil im sog.

    NSU Proze

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    …ein Geheimdienst Skandal sondergleichen.nnEin Kommentar von Bernhard Loyen.

    Im Audioformat:nnGestern wurde nach fünf langen Jahren das Urteil im sog.

    NSU Prozess gesprochen.

    Der Spiegel befand dieses Ereignis, als eines der bedeutendsten und langwierigsten Strafverfahren der deutschen Nachkriegsgeschichte.nnLangwierig mit Sicherheit.

    Inwieweit eines der bedeutendsten Strafverfahren, dürfte auch jetzt noch diskutiert werden.

    Bedeutend aufgrund der Opferanzahl, oder bedeutend aufgrund der bis dato völlig ungeklärten Rolle und Verantwortung des Verfassungsschutz, also des deutschen Staates? Einprägsam, ob der Verweigerung geheimdienstlicher Behörden an der Aufklärung der Morde? Für unkundige eine sehr grobe Zusammenfassung der Taten des NSU, des Nationalsozialistischen Untergrunds.nnZwei Männer und eine Frau entscheiden sich im Jahre 1998 aus dem Fokus der Gesellschaft, heißt ihrem familiären Umfeld und dem Fokus der Polizei, heißt den ermittelnden Behörden, zu verabschieden.

    Aus dem rechtsradikalen Milieu der Nachwendezeit stammend, Stichwort Thüringer Heimatschutz (1), begehen lt.

    offizieller Darstellung die zwei Männer dieses Trios eine beispiellose Mordserie in Deutschland.

    Innerhalb von sechs Jahren, werden quer durch die Republik neun Männer griechischer und türkischer Herkunft, sowie (bis heute abschliessend ungeklärt) eine Polizistin erschossen.

    Immer mit derselben Waffe.

    Ihr Leben finanzierte sich die Gruppe durch 14 Banküberfälle, bis ins Jahr 2011.nnDie bundesweit ermittelnden Behörden mochten über die Jahre keinerlei Zusammenhänge, keine Muster erkennen.

    Man gründete die Soko Bosporus, weil die Täter aus dem Umfeld der Opfer gemutmaßt wurden.

    Angehörige wurden massiv unter Druck gesetzt.

    Die Medien sprachen von den Döner Morden, obwohl nur zwei Getötete in der Gastronomie tätig waren.(2) Niemand kam auf die Idee eines rechtsradikalen Hintergrunds.

    Im Jahre 2012, d.h.

    ein Jahr nach der Aufdeckung des NSU findet sich folgender Artikel in der FAZ: Auf dem Höhepunkt der Tätersuche im Jahr 2006 waren mehr als 150 Beamte in fünf Bundesländern und beim BKA eingesetzt.

    Man reiste in die Schweiz, in die Tschechische Republik, in die Türkei, besprach sich mit FBI-Kollegen.

    Dutzende Rasterfahndungen wurden durchgeführt, mehr als zwanzig Millionen Datensätze unter anderem zu Telefonaten, Kreditkarten, Hotelübernachtungen und Tankstellenstopps bearbeitet.

    Die Sonderkommission „Bosporus“ habe mehr als 110.00 Personen überprüft(3).nnWie jetzt, mag sich da manch Bürger fragen? Keinerlei Hinweise, Anzeichen Richtung rechter Strukturen? Der Spiegel berichtete ebenfalls 2012: Im Umfeld der Terrorzelle NSU soll es weit mehr V-Leute gegeben haben als bisher bekannt: Etwa 40 Mitglieder des "Thüringer Heimatschutzes" sollen in den neunziger Jahren Informationen an die Nachrichtendienste gegeben haben.

    Aber warum führte das zu nichts?(4)nnEine sehr berechtigte Frage, doch zuerst zurück zur Entdeckung des NSU, da mit diesem Ereignis im Jahre 2011 die großen Fragezeichen beginnen.

    Das ND informierte schon 2012 nachvollziehbar irritiert: Die rechtsextremistische NSU-Zelle soll zehn Menschen - neun Migranten und eine Polizistin - umgebracht haben ohne dass die Sicherheitsbehörden ihr auf die Spur gekommen wären.

    Je länger die Ermittlungen andauern, umso fragwürdiger werden scheinbar gesicherte Erkenntnisse.

    Am 4.

    November 2011 hatten zwei maskierte Männer in Eisenach eine Sparkasse überfallen.

    Wenige Stunden nach dem Überfall wurde ein verdächtiges brennendes Wohnmobil entdeckt.

    Darin die mutmaßlichen Räuber, Uwe Mundlos und Uwe Böhnhardt - tot.(vermeintlich durch Tötung und anschließendem Suizid) Am selben Tag, 180 Kilometer östlich davon in Zwickau.

    Um 15.37 Uhr fliegt ein Haus in der Frühlingsstraße 26 in die Luft.

    Beate Zschäpe, die Komplizin von Böhnhardt und Mundlos, soll versucht haben, so belastendes Material in dem gemeinsamen Quartier der »Zwickauer Zelle« des Nationalsozialistischen Widerstandes (NSU) zu vernichten.

    Zschäpe ist danach vier Tage quer durch Deutschland unterwegs bevor sie sich der Polizei stellt.(5)nnDie Komplexität der NSU Thematik kann in dieser Tagesdosis nicht annähernd erläutert werden.

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