Künstliche Intelligenz: Hype oder Hoffnung?

  • Was ist Künstliche Intelligenz (KI), welche Anwendungen gibt es und welche neuen werden wir erwarten können? Reinhard Karger, Sprecher des Deutschen Forschungszentrums für Künstliche Intelligenz (DFKI) in Saarbrücken, gibt im DDW-Interview einen spannenden Einblick in Geschichte, Stand und Herausforderungen einer Zukunftstechnologie.nn"Künstliche Intelligenz ist die Digitalisierung menschlicher Wissensfähigkeiten", führt Reinhard Karger aus. Damit geht es um Spracherkennung – aber mit der Qualität, daraus Sinn abzuleiten. Oder es geht um Bilderkennung – aber in der Ebene, Zusammenhänge zu extrapolieren.nnDer Ursprung der KI liegt dabei bereits im 2. Weltkrieg, wo erste Maschinen zur Entzifferung von Verschlüsselungen eingesetzt wurden. Später ging es in den 50er Jahren bereits in den Bereich der maschineller Übersetzungen. Doch erst 2012, postuliert Karger, seien hier erstmals zufiredenstellende Ergebnisse erzielt worden.nnBereits heute werden KI-Systeme im Bereich der Kommunikation eingesetzt ("Chat-Bots"), jedoch laut Karger noch nicht in befriedigender Qualität. Auch im Bereich der selbstfahrenden Autos sind erste Anwendungen im Praxistest.nnDie Basis dieser System sind datenhungrige künstliche neuronale Netze ("Deep Learning"), die auf Basis äußerst rechenintensiver Prozesse verarbeitet werden. Von daher sind die heutzutage vorhandenden riesigen Datenmengen verbunden mit dem Wachstum der Rechenleistungen die Voraussetzungen für die Fortschritte im Bereich der KI. nnDie fortschreitende Anwendung von KI wirft aber auch Fragen auf, so Karger. Beispielhaft nennt Karger das Google-"Duplex"-Projekt - ein Bot-System, das eigenständig Hilfeleistungen wie die Vereinbarung von Friseurterminen erledigen kann., z. B. durch einen Telefonanruf. "Wollen wir das wirklich", fragt Karger, "dass während wir schlafen mein Bot für mich in einer Telefonkonferenez ist?"nnSofern solche Lösungen indes einen echten Nutzervorteil bieten ("Convenience"), sieht Karger jedoch Akzeptanzpotential bei den Mesnchen. Als Beispiel nennt der die Vision, das Autos künftig selbstständig in Parkhäusern einparken könnten.nnIn Bezug auf die Chancen für die deutsche Wirtschaft im Bereich der KI sieht Reinhold Karger große Chancen. Auch wenn die durch KI-Einsatz optimierten Kommunikationsplattformen US-amerikanischer Anbieter weit vorne liegen, seien im ganzen anderen Bereich der Automatisierung, Fabriksteuerung und Robotik deutsche Unternehmen vorne.

    Category : Wirtschaft & Hintergründe

    #künstliche#intelligenz:#hype#oder#hoffnung?

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