STANDPUNKTE • Venezuela – das aktuelle Opfer eines Angriffskrieges

KenFM (inoffiziell)

Vor 2 months ago

  • Den vollständigen Standpunkte-Text (inkl ggf. Quellenhinweisen und Links) findet ihr hier:kenfm.de/standpunkte-•-venezuela-das-aktuelle-opfer-eines-angriffskrieges/
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    Kriege werden heute nicht mehr nur mit Bomben und Raketen geführt.
    Von Jochen Mitschka.
    Das Handbuch für „unkonventionelle Kriegsführung“ der US-Armee (Army Special Operations Forces Unconventional Warfare (1)) gibt einen Eindruck davon, wie Kriegsführung im 21. Jahrhundert von mächtigen Staaten realisiert wird. Da spielen Kriegserklärung und Invasionsarmeen längst nicht mehr die Hauptrolle. Neben verdeckten Operationen von Spezialeinheiten sind es psychologische Operationen, Nutzung der Zivilgesellschaft und die Unterstützung von „Elementen und Aktivitäten“, Diplomatie, so genannte Informationsverbreitung, Geheimdienstaktivitäten, wirtschaftliche Instrumente, und das Finanzwesen, die eine immer größere Rolle spielen. Und die Opferzahlen dieser „unkonventionellen Kriegsführung“ übersteigt nicht selten die eines Bombenkrieges. Allerdings ohne in das Bewusstsein der Gesellschaften zu gelangen, die dafür verantwortlich sind.
    Und selbst als die frühere US-Außenministerin Madeleine Albright in einem TV-Interview im Jahr 1996 auf die Frage, ob die US-amerikanischen Sanktionen gegen den Irak, die eine halbe Million irakische Kinder das Leben gekostet hatten, diesen Preis Wert waren, mit „Es ist diesen Preis wert“ geantwortet hatte, gab es keinen Sturm der Entrüstung. (2):
    Journalistin fragt: Wir haben gehört, dass mehr als eine halbe Million Kinder starben. Das sind mehr Kinder die starben als in Hiroshima. War es den Preis wert? Antwort Albright: ‚Ich denke, das ist eine schwere Entscheidung. Aber der Preis, wir glauben, der Preis ist es wert‘. (2)
    Und Mark Weisbrot, Co-Direktor des Center for Economic and Policy Research in Washington, D.C, erklärte in einem Interview, dass die Maßnahmen der US-Regierung gegen Venezuela noch dramatischer wären, als diejenigen, die vor dem Krieg gegen den Irak verhängt worden waren, Sanktionen die wie gesagt unter anderem den Tod von mind. 500.000 Kindern verursacht hatten. So blockieren die USA Importe von Arzneimitteln, die Venezuela bereits bezahlte, darunter 300.000 Dosen Insulin, Dialysezubehör zur Behandlung von 15.000 Patienten, Krebsmedikamente, Malariaimpfstoffe (18), behaupten aber, das Land würde keine „humanitäre Hilfe“ ins Land lassen. Und um weitere Käufe von Arzneimitteln zu verhindern, blockiert die Zentralbank von Großbritannien die Rücklieferung von Gold an Venezuela, das dort zur Sicherheit für ein Darlehn hinterlegt worden war, nach Rückzahlung aber für den Kauf von „humanitären Gütern“ genutzt werden sollte.
    Auch im Fall des Krieges gegen Syrien waren wieder US-Sanktionen maßgeblich verantwortlich für das Leiden der Zivilbevölkerung. In einem 40-seitigen Papier der UNO, das erstellt wurde, um die Auswirkungen der Sanktionen auf die humanitäre Hilfe festzustellen, wurde beschrieben, dass die Maßnahmen der USA und der EU das „weitreichendste Sanktionsregime ist, das jemals verhängt wurde„. Venezuela wird aber wohl noch ein Stufe härter ausfallen. In dem Papier wird detailliert ein komplexes System von „unberechenbaren und zeitraubenden“ Finanz-Restriktionen und Lizenz-Erfordernissen beschrieben. Der Bericht stellt fest, dass die Sanktionen der USA „außergewöhnlich hart hinsichtlich der Lieferung von Humanitärer Hilfe“ sind.
    Auf den Seiten des Ron Paul Institutes, das von einem ehemaligen US-Präsidentschaftskandidaten der Liberalen betrieben wird, wurde das Ziel der US-Politik benannt:
    „Das Ziel ist offensichtlich: Hunger zu erzeugen, um die Menschen dazu zu bringen, sich gegen ihre gewählte Regierung zu wenden, und zugunsten eines von den USA ernannten Präsidenten.“ (3)weiterlesen hier:kenfm.de/standpunkte-•-venezuela-das-aktuelle-opfer-eines-angriffskrieges/
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    Category : Politik & Hintergründe

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