Griechenland fordert von Deutschland fast 280 Mrd. Euro Reparationszahlungen

Redaktion

Vor 3 months ago

  • Seit dem Regierungswechsel im Januar 2015 in Griechenland weist die Regierung von Ministerpräsident Alexis Tsipras immer wieder darauf hin, dass die deutsche Schuld aus dem Zweiten Weltkrieg noch nicht beglichen sei. Griechenland habe Ansprüche auf Reparationszahlungen. Der Vize-Finanzminister Dimitris Mardas nannte sogar eine Summe: 278,7 Milliarden Euro sei Deutschland Griechenland angeblich noch schuldig, für die Wiedergutmachung von Kriegsschäden, für einen Besatzungskredit und für die Entschädigung von NS-Opfern.
    Um sich den rechtlichen Fragen dazu zu nähern, ist es wichtig, die unterschiedlichen Punkte auseinanderzuhalten. In der 280-Milliarden-Forderung und auch in den Debatten um die Reparationszahlungen wird oft vieles vermischt.
    Zum einen geht es um die Ansprüche zwischen Griechenland und Deutschland, also zwischen den Staaten. Darunter fallen auf der einen Seite ganz allgemein Reparationsforderungen wegen der Kriegsverbrechen Deutschlands in Griechenland im Zweiten Weltkrieg, auf der anderen Seite geht es um eine so genannte Zwangsanleihe, die das besetzte Griechenland zwischen 1942 und 1944 unter Druck an die Nazis gezahlt hatte. Höhe: 476 Millionen Reichsmark. Wie viel das heute ist, ist nicht ganz klar. Schätzungen belaufen sich auf acht bis elf Milliarden Euro (inklusive Zinsen).
    Zum anderen geht es um die Forderungen von Überlebenden und Nachkommen der NS-Opfer, also griechischer Bürger gegen Deutschland. In diesem Zusammenhang steht auch die Drohung des griechischen Justizministers Nikos Paraskevopoulos, deutsches Eigentum in Griechenland, wie zum Beispiel das Goethe-Institut zu pfänden.
    Tagesschau vom 18. April 2019

    Category : Nachrichten & Hintergründe

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