„Es heißt, dass ich, nun ja, hart und schwierig bin“

  • Der heutige 8. Mai ist der Tag der Befreiung. Er steht für das Ende des Zweiten Weltkriegs in Europa. In verschiedenen europäischen Ländern ist er ein Gedenktag, an dem der bedingungslosen Kapitulation der Wehrmacht und damit des Endes des Zweiten Weltkrieges in Europa und der Befreiung vom Nationalsozialismus gedacht wird. Viel Symbolik also an einem Tag. Achgut.com-Autorin Orit Arfa, Amerikanerin mit israelischen Wurzeln, sprach mit US-Botschafter Richard Grenell, der sein einjähriges Deutschland-Jubiläum feiert. „Ich wollte Botschafter in Deutschland werden“, sagt er, „ich denke schon, dass die Beziehung ein wenig reformiert werden sollte.“
    Grenell nennt sich einen „unbeirrbaren Konservativen“. Er gilt als direkt („Es heißt, dass ich irgendwie, nun ja, hart und schwierig bin“), zeigt sich im Gespräch mit Orit Arfa aber von einer konzilianten und nahbaren Seite, die so gar nicht in das von vielen Medien gezeichnete Bild passen will. Es ist ihm allerdings wichtig, die Politik der USA auch deutlich darzustellen: „Ich bin da sehr offen: Das hier ist die Politik der USA. Das ist unserer Meinung nach der beste Weg. Und dann höre ich der anderen Seite zu. Es ist immer ein Geben und Nehmen.“
    Als Amerikaner sei ihm bewusst, dass die Europäer Verbündete seien, die die gleichen Werte teilen: „Ich denke, dass wir unsere Beziehung stärken sollten, und das bedeutet mehr Ausgaben für Verteidigung, ein größeres gemeinsames Tragen der Lasten. Ich wollte daran beteiligt sein, das anzugehen, weil mir diese Themen wichtig sind.“ Während seiner Zeit bei der UN habe er viel gelernt, beispielsweise über den Iran: „Ich habe mich mit dem Thema Iran sehr lange während meiner Arbeit bei den Vereinten Nationen beschäftigt, daher weiß ich, dass das iranische Regime betrügt. Ich weiß, dass sie nicht ehrlich sind, dass sie ein doppeltes Spiel spielen.“
    Grenell setzt sich seit vielen Jahren für die Menschenrechte und die Rechte von Minderheiten ein: „Ich war acht Jahre bei den Vereinten Nationen, und die UNO hat eine Menschenrechtscharta. Diese Charta ist eines der grundlegenden Dokumente, das Länder anerkennen, um sich den Menschenrechten zu verpflichten. Wenn ein Land unbescholtenes Mitglied der Vereinten Nationen sein will, muss es die UN-Menschenrechtscharta einhalten, und es ist aus meiner Sicht irrwitzig, dass 71 Länder Homosexualität kriminalisieren. Das steht in direktem Widerspruch zu den ureigensten Dokumenten und Standards der UNO.“
    Er mache sich zugleich Sorgen um den weltweit wachsenden Antisemitismus und was dieser für die einzige Demokratie im nahen Osten bedeutet: „Denken Sie daran, was Israel tut, um Schwule und Lesben zu unterstützen, und vergleichen Sie das mit anderen Ländern der Region, und dann steht außer Frage: Das menschenrechtliche Engagement für Israel ist für mich nicht verhandelbar.“
    Zum Video-Interview in englischer Sprache publizieren wir auf Achgut.com die die deutsche Übersetzung des gesprochenen Wortes.
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    Category : Politik & Hintergründe

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