Klingbeil Bundesbau Wohnraum ❌ 25 € Miete ❌
Videobeschreibung
Dumme Bau-Idee von Lars Klingbeil ❌ Die Idee von Vizekanzler und Finanzminister Lars Klingbeil, eine staatliche „Bundesgesellschaft für bezahlbaren Wohnungsbau“ zu schaffen, wirkt auf den ersten Blick wie ein großer Wurf – entpuppt sich bei näherer Betrachtung jedoch als wirtschaftspolitisch unausgereifter Vorschlag mit erheblichen Widersprüchen.
Bereits die Grundlage ist fragwürdig: Klingbeil will Baukosten von unter 3.000 Euro pro Quadratmeter erreichen, vor allem durch serielles Bauen und staatliche Organisation. Doch selbst wenn man diese optimistische Annahme akzeptiert, bleibt die entscheidende Frage: Wie soll daraus „bezahlbarer Wohnraum“ entstehen?
Rechnet man nüchtern, ergibt sich ein klares Bild: Bei einer Annuität von rund 6 % entstehen jährliche Finanzierungskosten von etwa 180 €/m², also rund 15 €/m² monatlich – allein für den Kapitaldienst. Hinzu kommen Bewirtschaftung, Instandhaltung, Verwaltung und Risikoaufschläge. Realistisch landet man damit schnell bei über 20 €/m², eher Richtung 25 €/m².
Das ist keine soziale Wohnraumpolitik – das ist Neubau auf Großstadtniveau.
Die entscheidende Schwäche liegt im Denkfehler des gesamten Konzepts: Der Staat ersetzt keinen funktionierenden Markt, indem er selbst zum Entwickler wird. Klingbeils eigenes Modell zeigt bereits, dass der Bund gar nicht selbst bauen will, sondern als Projektentwickler und Kreditgeber agieren soll. Damit entsteht keine neue Effizienz – sondern lediglich eine zusätzliche staatliche Ebene zwischen Planung, Finanzierung und Bau.
Das Ergebnis: mehr Bürokratie, mehr politische Einflussnahme, mehr Kosten.
Besonders problematisch ist die implizite Konsequenz: Damit solche Projekte tatsächlich „bezahlbar“ werden, müssten sie massiv subventioniert werden. Das bedeutet nichts anderes als eine Umverteilung in Milliardenhöhe – finanziert durch Steuern oder neue Schulden. Der Staat würde also künstlich Mieten drücken, die er zuvor durch ineffiziente Strukturen selbst verteuert hat.
Hinzu kommt ein weiterer Punkt: Das gesamte Vorhaben steht unter einem rechtlichen Vorbehalt. Da Wohnungsbau in Deutschland Ländersache ist, wäre sogar eine Grundgesetzänderung notwendig. Ein Projekt, das politisch hochkomplex, zeitaufwendig und unsicher ist, wird als schnelle Lösung für eine akute Wohnungsnot präsentiert – das passt nicht zusammen.
Unterm Strich zeigt sich:
Die Idee klingt politisch attraktiv, ist aber ökonomisch nicht durchdacht. Sie löst kein einziges strukturelles Problem – weder Baukosten, noch Regulierung, noch Flächenknappheit.
Statt den Wohnungsbau zu vereinfachen, droht hier ein staatliches Parallelkonstrukt, das teuer, langsam und ineffizient ist.
Und genau das ist der Kern des Problems:
Nicht zu wenig Staat ist das Problem im Wohnungsbau – sondern zu viel.
Verantwortlich für Inhalt: Dirk Muchow












