Timmy, der Wal und die Verdrängung des alltäglichen Grauens
Videobeschreibung
53 Prozent der Deutschen machen sich Sorgen um den Buckelwal – stand letztens in den Zeitungen. Medien sind voll von „Timmy“, Livesendungen laufen auf allen Kanälen. Prominente, Politiker*innen und andere gesellschaftliche Eliten inszenieren sich. Das ist geübte Praxis. Das überhöhte und kollektive Heulen um Einzelne verschleiert das Grauen, welches alltäglich als Kollateralschaden bestehender Ausbeutungs- und Unterdrückungssysteme geschieht, aber nicht beachtet wird. Da sind die Millionen toten Meeresbewohner nicht allein. Die alltäglichen Verkehrstoten verstecken sich hinter dem Mitleid ausgewählter Unfallopfer. Die alltägliche sexualisierte Gewalt verschwindet hinter dem Aufschrei einzelner Schrecken. Die Aufregung im Einzelfall hilft der Verrohung des Ganzen. Der Hype um Timmy und das Grauen in den Weltmeeren sind die zwei Seiten derselben Medaille.
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