IRAN: Supergau in Nahost?! Mullahs brechen Verhandlung mit USA ab! Platzt Trump der Kragen? I WELT
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IRAN: Supergau in Nahost?! Mullahs brechen Verhandlung mit USA ab! Platzt Trump der Kragen? I WELT
Der Iran hat die indirekten Verhandlungen mit den USA über eine Beilegung des Konflikts wegen des Vorgehens Israels im Libanon vorerst gestoppt. Das iranische Verhandlungsteam habe den Austausch von Nachrichten über Vermittler ausgesetzt, meldete die iranische Nachrichtenagentur Tasnim am Montag. Als Grund wurden die jüngsten israelischen Militäraktionen im Libanon genannt. Tasnim zufolge wird es erst dann wieder Gespräche zur Beendigung des seit drei Monaten andauernden Iran-Kriegs geben, wenn die Forderungen des Irans erfüllt sind. Dazu gehören ein sofortiges Ende der israelischen Militäreinsätze im Gazastreifen und im Libanon sowie der vollständige Abzug Israels aus den besetzten Gebieten im Libanon.
Die ohnehin brüchigen Waffenstillstände in der Region geraten damit weiter unter Druck. Der iranische Außenminister Abbas Araghtschi erklärte auf der Plattform X, ein Bruch der Feuerpause an einer Front sei ein Bruch an allen Fronten. Die USA und Israel seien für die Folgen verantwortlich. Das israelische Militär forderte dessen ungeachtet die Bewohner der südlichen Vororte von Beirut zur Evakuierung auf und drohte mit neuen Angriffen, sollte die Hisbollah-Miliz weiterhin Raketen abfeuern. Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu befahl, die Truppen im Libanon weiter vorrücken zu lassen. Er warf der vom Iran unterstützten Hisbollah wiederholte Verstöße gegen die Ende April vereinbarte Feuerpause vor.
Auch zwischen den USA und dem Iran kam es trotz einer seit Anfang April bestehenden Waffenruhe zu neuen militärischen Spannungen. Die iranischen Revolutionsgarden teilten am Montag mit, sie hätten als Reaktion auf US-Angriffe im Süden des Irans einen von den Amerikanern genutzten Luftwaffenstützpunkt attackiert. Das US-Militär hatte am Wochenende nach eigenen Angaben iranische Luftabwehrstellungen und Drohnen angegriffen, nachdem eine amerikanische Drohne über internationalen Gewässern abgeschossen worden war. In der Nacht zum Montag fingen US-Streitkräfte nach Militärangaben zwei iranische ballistische Raketen ab, die auf amerikanische Truppen in Kuwait gerichtet waren. Kuwait aktivierte seine Luftabwehr und verurteilte die Angriffe.
DROHUNG FÜR STRASSE VON HORMUS
Die Nachrichtenagentur Tasnim meldete zudem, der Iran und die mit ihm verbündete „Widerstandsfront“ – zu der auch Gruppen im Jemen, im Libanon und im Irak gehören – planten eine vollständige Blockade der Straße von Hormus. Darüber hinaus sollte eine weitere Front an der Meerenge Bab al-Mandab vor der Küste des Jemen eröffnet werden, um Israel und dessen Unterstützer zu bestrafen. Der am 28. Februar begonnene Krieg hat zu erheblichen wirtschaftlichen Verwerfungen geführt, da der Iran die für den weltweiten Öl- und Erdgastransport entscheidende Straße von Hormus faktisch gesperrt hat. Über Bab al-Mandab läuft ein Großteil des Schiffsverkehrs in Richtung Suezkanal.
An den Finanzmärkten sorgte die Nachricht für Unruhe: Rohöl der Sorte Brent verteuerte sich um bis zu 6,9 Prozent auf 97,45 Dollar je Barrel. Der Preis für US-Leichtöl WTI stieg um knapp acht Prozent auf bis zu 94,30 Dollar. Der deutsche Aktienleitindex Dax in Frankfurt geriet am Nachmittag unter Druck und rutschte unter die Marke von 25.000 Punkten.
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