Erste Ostsee-Eskorte fällt: Ukraine löscht Putins Schutzflotte für russische Tankerrouten
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In diesem Video analysieren wir wichtige Entwicklungen in der Ostsee.
Hier hat die Ukraine gerade damit begonnen, Russlands Baltische Flotte mit Langstrecken-Drohnenangriffen zu zerschlagen. Die Ziele des verheerenden Schlages waren die Kriegsschiffe, die für den Schutz der russischen Tankerrouten verantwortlich sind. Aktuelle Aufnahmen zeigen einen groß angelegten ukrainischen Drohnenangriff, der bis über Sankt Petersburg hinaus reicht – mehr als eintausendeinhundert Kilometer von der ukrainischen Grenze entfernt. Dabei trafen die unbemannten Systeme der Ukraine eine russische Korvette zweimal, während sie sich zur Reparatur im Trockendock von Kronstadt befand. Der Angriff ist besonders bemerkenswert, da das Schiff neu ist und mit den modernsten Anti-Schiffs-, U-Boot-Abwehr- und Luftverteidigungssystemen ausgestattet wurde. Diese Fähigkeiten ermöglichten es ihm, als bewaffnetes Begleitschiff für Schattenflotten-Tanker zu dienen, die durch die Ostsee fahren. Das Timing des Angriffs war für Russland zudem besonders peinlich, da in Sankt Petersburg gerade ein Wirtschaftsforum stattfand, auf dem Wladimir Putin die Stärke und Stabilität der russischen Wirtschaft hervorheben wollte.
Der Grund, warum ukrainische Drohnenoperatoren das Schiff ins Visier genommen haben, liegt genau in seiner Rolle als Begleitschiff für Tanker der russischen Schattenflotte auf internationalen Gewässern, einschließlich des Ärmelkanals. Indem die Ukraine die Kampffähigkeiten der Baltischen Flotte schwächt, kann sie russische Frachtschiffe daran hindern, Marineeskorten zu erhalten – ein zentrales Element von Russlands Plan, die Durchsetzung von Sanktionen durch europäische Länder zu verhindern. Da Russland nur über eine begrenzte Anzahl von Schiffen für diese Aufgabe verfügt, schwächt jeder erfolgreiche Angriff die russischen Möglichkeiten weiter. Gleichzeitig eröffnet der Angriff auch neue Möglichkeiten für internationalen Druck auf Russland, da die Effektivität seiner Marine abnimmt und europäische Länder die ungeschützten russischen Öltanker ohne Eskalationsrisiko abfangen können. So nutzten beispielsweise französische Behörden das Fehlen bewaffneter Eskorten aus, kaperten einen mit der Schattenflotte verbundenen Tanker und nahmen dessen Kapitän fest.
Die Bedeutung des Angriffs liegt darin, dass er den Schutz der Tanker betrifft, die von Russlands Ostseehäfen aus starten, welche mittlerweile die wichtigsten Exportpunkte für russisches Öl geworden sind. Obwohl diese Häfen ebenfalls von den Ukrainern ins Visier genommen werden, gelten sie immer noch als etwas sicherer als jene am Schwarzen Meer, das unter ukrainischer Feuerkontrolle durch Marine- und Langstreckendrohnen steht. Inzwischen exportiert Russland etwa fünfzig Prozent seines auf dem Seeweg transportierten Rohöls über seine Ostseehäfen, was das Land stark von dieser Route abhängig macht. Allerdings müssen die Öltanker, die hier entlangfahren, von Kriegsschiffen eskortiert werden, um eine Abfangaktion auf See durch die europäischen Verbündeten der Ukraine zu verhindern – etwas, das immer häufiger vorkommt. Besonders hervorzuheben ist, dass die russischen Marineeskorten eine wirksame politische Abschreckung gegen das Entern auf See darstellen, was durch die bisher ungehinderte Passage russischer Tanker durch europäische Gewässer belegt wird. Seit Ende März sind etwa dreihundert Schiffe aus Russlands Schattenflotte durch britische Gewässer gefahren, die meisten davon durch den Ärmelkanal.
Trotzdem wurde kein einziges Schiff gestoppt oder kontrolliert, was russische Kommentatoren dazu veranlasste, damit zu prahlen, dass die europäischen Länder nicht eingreifen wollen und bereits die Anwesenheit eines einzigen russischen Begleitschiffes ausreicht, um sie abzuschrecken. Die Verluste der russischen Ostseeflotte werden dieses Kräfteverhältnis jedoch zugunsten Europas und der Ukraine verändern, da Russland zunehmend nicht mehr in der Lage sein wird, Macht zu projizieren. Indem die Ukraine russische Kriegsschiffe ins Visier nimmt und deren Zahl verringert, erleichtert sie es den NATO-Staaten indirekt, gegen Schiffe der russischen Schattenflotte vorzugehen. Hierbei nutzt die Ukraine dieselbe Strategie wie im Schwarzen Meer, wo seit 2022 etwa 30 Prozent der russischen Flotte zerstört wurden. Bemerkenswert ist, dass dies demselben Muster folgt, denn es handelt sich nicht um den 1. erfolgreichen Angriff auf Einheiten der Ostseeflotte. Im Hafen von Primorsk beschädigten ukrainische Streitkräfte eine Lenkwaffenkorvette und ein Patrouillenboot.
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