Pistorius enttäuscht über Aus von Kampfjetprojekt FCAS
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Deutschland und Frankreich haben ihr gemeinsames Kampfjetprojekt FCAS gestoppt. Der Streit zwischen den beteiligten Rüstungsunternehmen Dassault und Airbus um Patente und die Führungsrolle konnte trotz Intervention der beiden Staatsoberhäupter nicht beigelegt werden. Zudem gab es unterschiedliche Ansichten zu den Anforderungen, die der zukünftige Kampfjet erfüllen sollte.
Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) zeigte sich enttäuscht über die Entwicklung. An dem Verhältnis zu Frankreich ändere dies aber nichts. „Es gibt eine Vielzahl kleinerer und größerer Projekte, die auf unserer Agenda stehen, die schon laufen oder kurz davor sind, aufs Gleis gesetzt zu werden“, so Pistorius.
Auch sei man bereits seit Monaten mit verschiedenen Akteuren im Gespräch, was einen neuen Kampfjet für die Bundeswehr betreffe. Konkreter wurde der Minister jedoch nicht.
Der politische Schaden besteht aus neun Jahren verlorener Zeit und dem Wegfall eines gemeinsamen Leuchtturmprojekts. Laut Medienberichten beläuft sich der finanzielle Schaden auf jeweils drei Milliarden Euro für Paris und Berlin.
Für Deutschland könnte es nun mit Airbus als alleinigem Entwickler eines neuen Kampfjets weitergehen. Auch eine Kooperation mit Schweden und dem Kampfjetproduzenten Saab ist denkbar. Zudem wollen Großbritannien, Italien und Japan gemeinsam einen neuen Tarnkappenbomber entwickeln. Deutschland könnte sich dem Projekt möglicherweise anschließen.
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