IRAN: Rache der Mullahs eskaliert! „Das ist schon extrem viel. Und woran liegt das?“
Videobeschreibung:
IRAN: Neue Eskalationsstufe der Mullahs! „Weil sie dadurch extrem viel mehr Ziele erreichen!“
Erzkonservativ, superreich und den iranischen Revolutionsgarden nahestehend: Modschtaba Chamenei ist zum neuen geistlichen Oberhaupt des Iran ernannt worden. Der 56-jährige Hardliner tritt damit die Nachfolge seines Vaters als oberster Anführer der Islamischen Republik an. Ayatollah Ali Chamenei, der der die Geschicke des Iran seit 1989 mit harter Hand geführt hatte, war Ende Februar bei US-israelischen Luftangriffen in Teheran getötet worden.
Das geistliche Oberhaupt ist seit dem Sturz des Schahs und der Ausrufung der Islamischen Republik 1979 die höchste politische und religiöse Autorität im Iran. Der sogenannte oberste Führer hat in allen Staatsangelegenheiten das letzte Wort. Damit ist er – und nicht der Präsident – der mächtigste Mann im Staat.
Der für die Wahl zuständige Expertenrat hatte am Sonntag zunächst bekanntgegeben, dass er ein neues geistliches Oberhaupts ernannt habe. Erst Stunden später wurde die Wahl des Chamenei-Sohns dann offiziell verkündet.
Kurz nach seiner Ernennung waren in Teheran offenbar gegen ihn gerichtete Sprechchöre zu hören. In einem kurzen Onlinevideo, das nachts aus dem Fenster eines Gebäudes gefilmt wurde, riefen weibliche Stimmen auf Persisch „Modschtaba soll sterben“. Die Nachrichtenagentur AFP konnte vorerst nicht feststellen, wo die Aufnahme gemacht wurde oder ob ähnliche Sprechchöre auch andernorts zu hören waren.
AFP-Journalisten vor Ort berichteten zudem von tausenden Anhängern der iranischen Führung, die auf einen zentralen Platz in Teheran ihre Unterstützung für den neuen obersten Anführer bekundeten.
Vor Modschtaba Chamenei gab es nur zwei geistliche Oberhäupter im Iran: Revolutionsführer Ayatollah Ruhollah Khomeini und Ayatollah Ali Chamenei. Wie sein Vater gilt auch Modschtaba Chamenei als erzkonservativ und den iranischen Revolutionsgarden nahestehend – der ideologischen Armee und wichtigen Stütze der Islamischen Republik. Diese enge Verbindung geht auf seinen Dienst in einer Kampfeinheit während des Iran-Irak-Krieges (1980-1988) zurück.
Modschtaba Chamenei wurde am 8. September 1969 als eines von sechs Kindern Chameneis in der Pilgerstadt Maschhad im Osten des Iran geboren. Er studierte Theologie in der heiligen Stadt Ghom südlich von Teheran, wo er auch lehrte. Dem religiösen Rang nach ist er aber kein Ayatollah wie sein Vater und dessen Vorgänger Khomeini, sondern trägt einen darunter rangierenden Titel.
Der Kleriker hat kein offizielles Regierungsamt inne, doch die Frage nach dem tatsächlichen Einfluss des Chamenei-Sohns sorgte seit Jahren für Spekulationen: Der Geistliche mit dem graumelierten Bart und dem schwarzen Turban gilt vielen als der eigentliche Strippenzieher hinter den Kulissen im Zentrum der Macht. So soll er etwa 2009 bei der brutalen Niederschlagung der Massenproteste nach der umstrittenen Wiederwahl des damaligen Präsidenten Mahmud Ahmadinedschad eine entscheidende Rolle gespielt haben.
Ayatollah Chamenei habe „einen Teil seiner Führungsaufgaben“ an seinen Sohn Modschtaba delegiert, der „die destabilisierenden regionalen Ambitionen seines Vaters und dessen repressive innenpolitische Ziele“ vorantreibe, begründete das US-Finanzministerium 2019 seine Sanktionen gegen Modschtaba Chamenei.
Laut einer Untersuchung der Finanznachrichtenagentur Bloomberg hat Modschtaba Chamenei durch den Aufbau eines umfangreichen Netzwerks von Briefkastenfirmen im Ausland ein beträchtliches Vermögen angehäuft. Westlichen Geheimdiensten zufolge verfügt Chamenei demnach über rund 100 Millionen Dollar (rund 86 Millionen Euro). Laut dem Bloomberg-Bericht wurden Chameneis Einnahmen aus dem Ölverkauf über Briefkastenfirmen in Steueroasen in britische Luxusimmobilien, Hotels in Europa und Immobilien in Dubai investiert.
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