EU setzt wieder stärker auf Kernkraft – Deutschland hält am Atomausstieg fest
Videobeschreibung:
Ungeachtet der jüngsten Äußerungen von EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen und Bundeskanzler Friedrich Merz beabsichtigt die deutsche Bundesregierung, an ihrem Kernkraftkurs festzuhalten.
Zwar teile der Bundeskanzler die von der EU-Kommissionspräsidentin geäußerte Auffassung, die Abkehr sei ein „strategischer Fehler“ gewesen, dennoch ändere man am Atomausstieg nichts.
Auf dem Atomgipfel am 10. März in Frankreich war Deutschland nicht vertreten. Regierungssprecher Meyer betonte, dass Deutschland eine eigene Energiepolitik verfolge. Man setze auf einen „guten Energiemix, auf Energiesicherheit und auch auf die Ausweitung des Energieangebots“.
Bundesumweltminister Carsten Schneider (SPD) nannte den Kurs der EU mit Blick auf die Kernkraft eine „rückwärtsgewandte Strategie“. Erneuerbare Energien erzeugten keinen radioaktiven Abfall, seien sauberer und günstiger.
Einige Studien widersprechen dieser Einschätzung. Eine norwegische Untersuchung ergab, dass Deutschland mit einem Strommix aus Kernkraft und Erneuerbaren bereits heute CO₂-frei Strom produzieren könnte. Die Kosten hätten demnach von 2002 bis 2022 nur 364 Milliarden Euro betragen – statt 696 Milliarden Euro bei der umgesetzten Strategie.
Nach einer Kritik des Fraunhofer-Instituts am methodischen Ansatz der Studie wies Ökonom Daniel Stelter darauf hin, dass auch unter Berücksichtigung der Kritik des Instituts der Kernkraft-Erneuerbaren-Mix die günstigere und effizientere Option sein würde.
Die Deutsche Industrie- und Handelskammer rechnet bis 2049 mit Kosten von bis zu 5,4 Billionen Euro für die Energiewende, dabei sind die Kosten von Netzausbau, Speichern und Energieimporten eingeschlossen.
Am Mittwoch jährte sich das Reaktorunglück in Fukushima zum 15. Mal. Eine 15 Meter hohe Tsunami-Welle hatte die Kühlung einiger Atomreaktoren beschädigt, radioaktive Stoffe gelangten in die Umwelt. In Fukushima kamen Tausende Menschen durch den Tsunami ums Leben. Direkte Tote in Folge des Reaktorunglücks gab es nicht, rund 160.000 Menschen wurden jedoch wegen der Strahlungsbelastung evakuiert. Kontaminierte Wälder und Naturflächen konnten bis heute teils nicht gesäubert werden, an anderen Stellen ist der Anbau von Nahrungsmitteln wieder möglich.
Bundeskanzlerin Angela Merkel hatte das Unglück zum Anlass für den Ausstieg Deutschlands aus der Kernkraft genommen. 2023 gingen die letzten Kernkraftwerke vom Netz.
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