OSTSEE: Drama um den Buckelwal! Experte verrät! „Wir gehen davon aus, dass der Wal jetzt verstirbt!“
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OSTSEE: Drama um den Buckelwal! Experte verrät! „Wir gehen davon aus, dass der Wal jetzt verstirbt!“
Der in der Wismarer festsitzende Wal hat kaum noch Überlebenschancen. Der Meeressäuger soll nun in Ruhe gelassen werden. Der Umweltminister spricht von einer «einzigartigen Tragödie».
Die Rettungsversuche für den vor Wismar erneut festsitzenden Buckelwal werden eingestellt. Das Tier solle an seinem jetzigen Liegeplatz in Ruhe gelassen werden, sagte Mecklenburg-Vorpommerns Umweltminister Till Backhaus (SPD), der von einem sehr emotionalen Tag sprach.
Es sei eine Sperrzone eingerichtet worden und der Wal solle zur Ruhe kommen, um am Ende das Zeitliche segnen zu können. «Wir haben alles unternommen, um ihm seine Chance zu geben. Das ist eine einzigartige Tragödie. Die hat er sich aber so ausgesucht», sagte Backhaus.
Der Buckelwal liegt noch immer vor der Ostseeküste Mecklenburg-Vorpommerns in flachem Wasser. Bereits seit Anfang März war der Wal Behördenangaben zufolge immer wieder an der Ostseeküste aufgetaucht, zunächst im Hafen von Wismar. Das Tier liegt derzeit in der Kirchsee, einem Teil der Wismarbucht.
«Maximale Ruhe und Respekt»
Der wissenschaftliche Direktor des Deutschen Meeresmuseums, Burkard Baschek, betonte, man gehe davon aus, dass das Tier sterbe. Die Aussichten, dass der Wahl frei komme, seien sehr gering.
Der Wal sei deutlich geschwächter, seine Atemfrequenz sei am Vormittag sehr unregelmäßig und zum Teil im Abstand von mehr als vier Minuten gewesen. Die Brustflossen seien nah am Körper angelegt. «Die Reaktion auf uns, auf unsere Präsenz, war quasi null», sagte Baschek. Zudem seien die Bedingungen in der Bucht schlecht. Der Wasserstand werde weiter sinken, um rund 10 bis 15 Zentimeter. Das Tier liege jetzt deutlich freier.
«Wir müssten ihn so massiv animieren, was aussichtslos wäre, weil er die Kraft nicht mehr hat. Und die Erfolgschancen sind so gering, dass wir das als reine Tierquälerei empfinden würden», sagte Baschek. «Der Ansatz der maximalen Ruhe und der Respekt vor der Natur gebietet es auch, irgendwann dann mal ihn gehen zu lassen.» Realistisch gesehen habe der Wal am Morgen seine letzte Chance gehabt. «Die konnte er nicht nutzen.»
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