Journalistin Sarah Maria Sander: „Ich kann mich als Jüdin nicht frei bewegen in Berlin“
Videobeschreibung
„Alle Freunde, die ich hier in Berlin habe – sie teilen das gleiche Gefühl: Wann müssen wir Deutschland verlassen?“
Sarah-Maria Sander ist Schauspielerin, Journalistin – und Jüdin. Seit dem 7. Oktober 2023 hat sich ihr Leben in Deutschland grundlegend verändert. Bei „Schuler! Fragen, was ist“ spricht sie offen darüber, warum sie bestimmte Berliner Bezirke meidet und warum sie Morddrohungen erhält, seit sie sich öffentlich für Israel einsetzt.
Im Gespräch mit Ralf Schuler rechnet Sander mit einer Kulturbranche ab, die Toleranz predigt, aber zu oft jüdische Stimmen ausschließt. Mit Politikern, die beim Gedenken Tränen vergießen und gleichzeitig Waffenlieferungen stoppen. Mit Medien, die durch Weglassung ein verzerrtes Bild des Gaza-Krieges zeichnen. Und mit einer Gesellschaft, die gleichgültig wegschaut.
Sie erzählt, wie sie Freunde, Kollegen und Engagements verloren hat. Und warum sie trotzdem nicht aufhört – für sich, und für alle Juden in Deutschland, die auf gepackten Koffern sitzen.
„Nie wieder“ ist eine komplett leere Parole geworden. Man gedenkt der toten Juden – und ignoriert die lebenden.“
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