DIHK-Umfrage: Preisdruck der Energie- und Rohstoffpreise belastet deutsche Firmen
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Etwa 70 Prozent der deutschen Firmen nennen als größtes Geschäftsrisiko Energie- und Rohstoffpreise. Das geht aus einer aktuellen Konjunkturumfrage der DIHK unter rund 23.000 Unternehmen hervor.
„Wir stecken aktuell in einer noch nie dagewesenen Doppelkrise. Und die führt dazu, dass wir unsere Wachstumsprognose von einem Prozent auf 0,3 Prozent Wachstum für dieses Jahr senken müssen. Und die Doppelkrise, die besteht darin, dass wir eine seit 2019 strukturell geschwächte Wirtschaft haben, die praktisch kaum noch wächst, die sich im Stillstand befindet“, sagt die Hauptgeschäftsführerin der Deutschen Industrie- und Handelskammer (DIHK).
Die Folgen des Iran-Kriegs würden aufgrund dieser strukturellen Basisschwäche mit voller Wucht auf die deutschen Unternehmen einwirken. „Das heißt: Das, was wir ohnehin normalerweise vielleicht hätten abfedern können als Krise, was auch in der Vergangenheit der Fall war, das klappt heute nicht mehr, weil die Unternehmen einfach total am Limit sind, und wenn dann noch Faktoren wie extrem gestiegene Energiepreise, Rohstoffpreise, Gas, Benzin, Öl und dann auch andere Rohstoffe plus Lieferkettenprobleme dazukommen, dann kann das einfach nicht mehr so kompensiert werden wie in der Vergangenheit.“
Die Lösung der strukturellen Probleme sei absolut überfällig. Die DIHK-Chefin fordert dabei ein großes, geschlossenes Reformpaket, das alle virulenten Punkte adressiert. „Das ist Priorität Nummer eins, dass wir die Standortbedingungen für die Unternehmen verbessern.“
Ein Drittel der befragten Unternehmen rechnet in den kommenden zwölf Monaten mit schlechteren Geschäften. Nur 13 Prozent schauen noch optimistisch in die Zukunft.
Das drückt auf die Investitionen: Nur 22 Prozent planen, ihre Budgets zu steigern, mehr als ein Drittel muss sie hingegen reduzieren. Die maue Lage belastet wiederum den Arbeitsmarkt. Knapp ein Viertel der befragten Betriebe plant, Personal abzubauen, während nur jeder zehnte mehr Beschäftigte einstellen möchte – der niedrigste Wert seit der Corona-Pandemie.
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