Schlechte Nachrichten für Belarus: Russischer Atomwerfer versagt spektakulär bei Militärübungen
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In diesem Video analysieren wir, wie eine nukleare Startübung in Belarus schiefgelaufen ist.
Russland führte hier eine Nuklearübung in Belarus durch, bei der einer der nuklearen Raketenwerfer explodierte. Dieser katastrophale Defekt brachte das Risiko einer großen Katastrophe mit sich und zeigte, wie gefährlich und unzuverlässig russische Ausrüstung geworden ist, die unter Sanktionen produziert wurde. Kürzlich explodierte eine Iskander-Ballistikrakete direkt auf ihrer Startrampe in Belarus während gemeinsamer Nuklearübungen mit Russland. Glücklicherweise werden bei Nuklearübungen simulierte Sprengköpfe verwendet, was verhindert hat, dass es zu einem noch viel schwerwiegenderen Vorfall kam. Dennoch stellt die Fehlfunktion eine große Blamage sowohl für Moskau als auch für Minsk dar. Dieser Unfall deutet außerdem darauf hin, dass entweder der Raketenbooster beim Start versagt hat oder der Werfer selbst eine Fehlfunktion hatte und die Rakete nicht richtig ausstoßen konnte. Besonders peinlich ist der Vorfall, weil die Übung eigentlich die Effektivität und Einsatzbereitschaft der neu erworbenen, nuklearfähigen Raketenstreitkräfte von Belarus demonstrieren sollte.
Stattdessen wurde dadurch deutlich, dass die ballistischen Raketen, die eigentlich die Sicherheit von Belarus stärken sollten, aufgrund der minderwertigen, unter Sanktionen hergestellten Elektronik eine Gefahr für Belarus selbst darstellen könnten. Lukaschenko hat jahrelang die Stationierung russischer Atomwaffen als Beweis für die wachsende militärische Stärke von Belarus präsentiert. Wenn jedoch eine Rakete schon explodieren kann, bevor sie überhaupt den Werfer verlässt, wirft das Fragen zur Zuverlässigkeit der Systeme auf. Während dieser Übungen setzt Russland mobile Werfer ein, um die Gefechtsbereitschaft sowie die Führungs- und Kontrollverfahren in einem simulierten Szenario zu testen. Die russischen Raketentruppen proben gemeinsam mit ihren belarussischen Kollegen die Verlegung zu Startpositionen und die Vorbereitung auf simulierte Starts. Die jüngste russisch-belarussische Gemeinschaftsübung fand im Mai statt und umfasste Zehntausende Soldaten, Hunderte Raketenwerfer und simulierte Raketenstarts – mit dem Ziel, die NATO unter Druck zu setzen.
Der fehlgeschlagene Start ereignet sich zu einer Zeit, in der Russland seine nukleare Präsenz in Belarus weiter ausbaut. Seit zweitausenddreiundzwanzig hat Moskau taktische Atomwaffen im Land stationiert – das ist die erste Stationierung russischer Atomsprengköpfe außerhalb des russischen Staatsgebiets seit dem Zusammenbruch der Sowjetunion. Russische Offizielle haben zudem bestätigt, dass Nuklearmunition in Lagerstätten überführt wurde, die die belarussischen Raketeneinheiten unterstützen. Für Russland bietet Belarus einen idealen vorgeschobenen Standort, der näher an der NATO liegt als das russische Staatsgebiet. Von dort aus stationierte nuklearfähige Raketen und Flugzeuge können Ziele in Ost- und Mitteleuropa schneller erreichen als Kräfte, die aus dem russischen Hinterland operieren. Um Belarus zu stärken, hat Moskau Trägersysteme mit doppelter Fähigkeit geliefert, während die Kontrolle über die Atomsprengköpfe selbst bei Russland verbleibt. Lukaschenko behauptet, dass Belarus inzwischen Dutzende russische Atomsprengköpfe beherbergt, während zusätzliche Stationierungen – darunter nuklearfähige Oreschnik-Mittelstreckenraketensysteme – die Rolle des Landes innerhalb der russischen Nuklearstrategie weiter ausbauen.
Neben diesen Stationierungen bildet Russland belarussisches Personal darin aus, nuklearfähige Raketen zu bedienen und zu unterstützen. Offizielles Filmmaterial zeigt, wie Raketenwerferbesatzungen Startprozeduren, logistische Abläufe und Führungs- und Kontrollübungen einstudieren. Eine der Übungen, die eigentlich die Einsatzbereitschaft demonstrieren sollte, brachte stattdessen einen schwerwiegenden technischen Defekt ans Licht und führte zum gescheiterten Nukleartest. Der fehlgeschlagene Start ist auch deshalb bedeutsam, weil er in eine Phase umfangreicher Bautätigkeit auf belarussischen Militäranlagen fällt. Satellitenbilder zeigen die Entwicklung neuer Infrastrukturen im Zusammenhang mit nuklearfähigen Raketentruppen, darunter Oreschnik-Stationierungsorte in der Nähe des ehemaligen Luftwaffenstützpunkts Kritchev. Getarnte Startpositionen und Unterstützungsanlagen werden vorbereitet, während Belarus zunehmend in die russische Nukleararchitektur eingebunden wird. Obwohl die gemeldete Explosion bislang nicht durch öffentlich zugängliche Satellitenbilder bestätigt wurde, könnte eine Verifizierung bald erfolgen.
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