AUFREGUNG IN KIEL: Frau wird wegen Deutschland-Trikots auf Festival abgewiesen!
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AUFREGUNG IN KIEL: Frau wird wegen Deutschland-Trikots auf Festival abgewiesen!
Mehrere Besucher des Muddi Markts auf der Kieler Woche berichten, vom Sicherheitspersonal abgewiesen worden zu sein – offenbar, weil sie ein Deutschland-Trikot trugen. Nun äußert sich der Veranstalter.
Der Muddi Markt zur Kieler Woche versteht sich nach eigenen Angaben als Beitrag zu einer nachhaltigeren Entwicklung der Kieler Kulturlandschaft. Auf dem Gelände bietet ein gemeinnütziger Verein Konzerte, Workshops und Mitmachangebote – mit dem Anspruch, Kultur und ökologische Nachhaltigkeit zusammenzubringen. Doch nun hagelt es Kritik: Mehrere Besucher wurden nach eigenen Angaben am Eingang abgewiesen, weil sie ein Deutschland-Trikot trugen.
„Kurz nach unserer Ankunft kam ein Sicherheitsmann auf mich zu und forderte mich auf, mein Deutschland-Trikot auszuziehen, es umgedreht zu tragen oder die Nationalsymbole darauf abzudecken“, zitieren die „Kieler Nachrichten“ eine Betroffene. Der Mitarbeiter habe dies damit begründet, „es sei eine linke Veranstaltung, daher seien Nationalflaggen und ‑symbole nicht geduldet“, heißt es weiter. Daraufhin habe sie mit ihrer Begleitung das Areal verlassen. „Die Erfahrung auf dem Muddi Markt hat mich mit Kopfschütteln zurückgelassen“, sagt sie.
Eine Frau, deren Söhne mit Deutschland-Trikot das Areal besuchen wollten, wandte sich mit ähnlichen Schilderungen an die „Kieler Nachrichten“. Anderen Besuchern ging es offenbar ähnlich, denn sowohl bei dem Veranstalter als auch im Büro der Kieler Woche gingen daraufhin etliche Beschwerden ein. Die Stadt habe daraufhin Gespräche mit dem Betreiber geführt, heißt es weiter.
Inzwischen habe sich der Veranstalter des Muddi Markts bei Betroffenen entschuldigt. Er spricht von einem Missverständnis: „Am Samstag kam es zu einem Missverständnis zwischen den verantwortlichen Personen vor Ort und dem Sicherheitsdienst“, teilte der Vorstand mit. Auf dem Gelände seien aus Sicherheitsgründen lediglich große Fahnen oder Flaggen untersagt – unabhängig davon, welche Nation sie repräsentieren. „Ein Verbot von Fußballtrikots auf dem Areal gebe es aber keinesfalls.“ Weiter heißt es: „Wer uns besucht – ob im Fußballtrikot, Festival-Outfit oder Alltagskleidung –, ist selbstverständlich willkommen.“ Die abgewiesene Person sei kontaktiert und auf das Gelände eingeladen worden.
In sozialen Netzwerken sorgte der Vorfall dennoch für Diskussionen. Viele User kritisierten das geschilderte Vorgehen und stellten die Einschränkungen grundsätzlich infrage. „Wo sind wir bloß hingekommen, dass man noch nicht mal mehr das anziehen darf, was man möchte“, schrieb ein Nutzer auf Facebook. Andere bezeichneten die Situation als „inakzeptabel“ oder „absurd“ und betonten, ein Deutschland-Trikot sei bei einer Weltmeisterschaft Ausdruck von Sportbegeisterung.
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