Merz sieht keine Krise ❌ Lobt sich selber ❌
Videobeschreibung:
Keine Auswirkungen, nur ein Dämpfer ❌ Auf der Handwerksmesse in München hat Bundeskanzler **Friedrich Merz** einen bemerkenswert realitätsfernen Satz gesagt: Die wirtschaftlichen Folgen des Iran-Krieges würden sich lediglich „auf eine Stelle hinter dem Komma“ beim Wachstum beschränken. Ein Satz, der zeigt, wie weit sich ein Teil der politischen Elite von der wirtschaftlichen Realität im Land entfernt hat.
Während Unternehmer, Mittelständler und Handwerksbetriebe Alarm schlagen, weil Energiepreise explodieren, Lieferketten unsicher werden und der Ölpreis durch die Krise im Nahen Osten massiv steigt, spricht der Bundeskanzler von statistischen Rundungsdifferenzen. Wer so argumentiert, hat entweder keinen Kontakt mehr zur Wirtschaft – oder ignoriert bewusst ihre Probleme.
Die Realität sieht völlig anders aus. Steigende Ölpreise wirken wie eine Steuer auf die gesamte Volkswirtschaft. Transport wird teurer, Produktion wird teurer, Lebensmittel werden teurer. Gerade für das Handwerk und den Mittelstand, die auf Fahrzeuge, Maschinen und Energie angewiesen sind, schlagen steigende Diesel- und Benzinpreise sofort durch.
Wenn der Spritpreis Richtung drei Euro pro Liter marschiert, dann ist das keine „Nachkommastelle“. Das ist ein massiver Kostenfaktor für Millionen Betriebe und Arbeitnehmer.
Besonders absurd ist, dass die Bundesregierung gleichzeitig über Kartellrecht und Marktbeobachtung redet, während sie selbst der größte Profiteur der hohen Preise ist. Bei einem Literpreis von etwa 2,50 Euro kassiert der Staat über Steuern und Abgaben mehr als die Hälfte des Preises. Während Bürger und Unternehmen leiden, fließen Milliarden zusätzlich in die Staatskasse.
Statt diese Belastung in einer Krisensituation temporär zu senken – etwa durch eine Reduzierung der Energiesteuern – hält die Regierung an ihrer Abgabenpolitik fest. Das ist keine Wirtschaftspolitik, das ist fiskalische Bequemlichkeit.
Friedrich Merz hat sich lange als wirtschaftlicher Experte inszeniert. Doch wer in einer solchen Lage ernsthaft behauptet, die Auswirkungen einer globalen Energiekrise würden sich auf eine statistische Nachkommastelle beschränken, zeigt vor allem eines: fehlendes Gespür für die Realität.
Deutschland steckt ohnehin in einer strukturellen Wirtschaftskrise. Wachstum schwach, Industrie unter Druck, Investitionen rückläufig, Unternehmen wandern ab. In einer solchen Situation die Sorgen der Wirtschaft herunterzuspielen, wirkt nicht nur arrogant – es ist gefährlich.
Politische Führung bedeutet, Probleme zu erkennen und entschlossen zu handeln. Wer sie hingegen kleinredet, während sich die wirtschaftlichen Belastungen für Bürger und Unternehmen täglich erhöhen, der fährt dieses Land nicht durch die Krise – sondern zielgerichtet gegen die Wand.
Verantwortlich für Inhalt: Dirk Muchow














