Der Kommentar #13: Gesichtsverlust!
Videobeschreibung:
Henry Kissinger sagte einst: „Ein Feind Amerikas zu sein, kann gefährlich sein, aber ein Freund Amerikas zu sein, ist t,ödlich.“
Der Satz klingt wie schwarzer Humor, ist aber ernst gemeint. In manchen Teilen der Welt gilt er inzwischen weniger als Zitat und mehr als Gebrauchsanweisung.
Was das bedeutet, erleben derzeit die Golfstaaten. Verbündeter der Vereinigten Staaten zu sein, heißt oft: Man stellt sein Territorium zur Verfügung, öffnet seine Militärbasen, übernimmt einen Teil des Risikos und hofft anschließend, dass Washington im Ernstfall auch wirklich ans Telefon geht. Idealerweise bevor die Raketen einschlagen.
Momentan werden die Monarchien am Golf zur Zielscheibe Irans, weil von ihren Stützpunkten aus amerikanische Operationen gegen Teheran laufen.
Man könnte sagen: Sie stehen jetzt mitten im Schussfeld einer Auseinandersetzung, bei der sie selbst nie gefragt wurden, ob sie eigentlich teilnehmen möchten.
Und der versprochene Feuerschutz?
Nun ja. Sagen wir es diplomatisch: Er wirkt eher symbolisch. Ein Großteil der amerikanischen militärischen Aufmerksamkeit wandert in das Land, das den Krieg am Golf begonnen hat, nach Israel, während die Golfstaaten feststellen, dass ein Bündnis mit einer Supermacht ungefähr so beruhigend sein kann wie eine Brandschutzversicherung für ein Tanklager, bei der der Versicherungsvertreter gleichzeitig den Flammenwerfer ausprobiert.
Ist das Zufall? Natürlich nicht. Die Muslime werden gegeneinander ausgespielt, wie schon so oft in der Geschichte der Region. Teile und herrsche ist schließlich eine Methode, die so alt ist, dass selbst die Römer sie irgendwann langweilig fanden.
Die wirtschaftliche Situation am Golf wird dadurch nicht angenehmer. Wenn die Straße von Hormus nur noch zu iranischen Konditionen passierbar wird, geraten die Geschäftsmodelle der Scheichs ins Wanken. Öl- und Gastanker sind schließlich das Kreislaufsystem ihrer Staatshaushalte. Wenn dieser Verkehr stockt, beginnt die gesamte Konstruktion zu schwanken wie die World Trade Center im September 2001.
Hinzu kommt der psychologische Schaden: internationale Investoren. Kapital ist ein äußerst nervöses Wesen. Es liebt Stabilität, gute Infrastruktur und möglichst wenig Raketen. Sobald eine Region geopolitisch ungemütlich wird, entwickelt Geld eine erstaunliche Fähigkeit zur spontanen Ausreise. Kapital hat keine Heimat. Nur Fluchtinstinkt.
Währenddessen verlieren die Herren in Washington und Tel Aviv weiter politisches Kapital am Golf. Dieser Prozess läuft schon seit Jahren, aber jede neue Eskalation beschleunigt ihn. Vertrauen verdampft schneller als Öl in einer brennenden Pipeline.
Realpolitik hat eben eine unangenehme Angewohnheit: Sie erinnert Verbündete gelegentlich daran, dass Großmächte keine Freunde haben.
Nur Interessen.
Und dass sie keinerlei Skrupel haben, für diese Interessen Verbündete zu opfern. Manchmal sogar mehrere hintereinander.
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