Böllerverbot gegen Silvesterkrawalle? – Berliner: „Hier ist ein halber Krieg“
Videobeschreibung:
Je näher das Jahresende rückt, desto stärker werden die Diskussionen über Böllerverbotszonen und ein generelles Böllerverbot. Berlin fiel in den letzten Jahren durch massive Krawalle und Angriffe mit Pyrotechnik auf Einsatzkräfte an Silvester auf.
Dagegen hat die Hauptstadt Maßnahmen ergriffen. Auch in diesem Jahr wird es im Zeitraum von 18:00 Uhr am 31. Dezember bis 06:00 Uhr am 1. Januar 2026 vier Böllerverbotszonen geben. In diesen ist das Mitführen von pyrotechnischen Gegenständen der Kategorien F2, F3 und F4 sowie sonstiger pyrotechnischer Gegenstände als auch das Führen von Waffen und Messern untersagt.
Erstmalig werden an der Admiralbrücke und den angrenzenden Nebenstraßen in Berlin-Kreuzberg Verbotszonen eingerichtet. Wir fragten, was Anwohner und Passanten in diesem Bereich von der Böllerverbotszone oder einem generellen Böllerverbot halten.
Tom Kraus (65), IT-Spezialist aus Berlin-Kreuzberg, hält ein generelles Böllerverbot für eine „gute Idee“. „Die Leute sind betrunken und sie fangen an, mit explosiven Dingen zu hantieren.“ Ihm tue die Berliner Stadtreinigung leid, die sich am Morgen um den Müll kümmern müsse. „Es sind zwar immer nur ein paar Idioten, die dafür sorgen, dass es richtig doof kommt, aber ich glaube, so ein Böllerverbot würde dann auch mehr Handhabe geben, dass man die Auswüchse ein bisschen in den Griff bekommen kann.“
Daniel Rattei (32), ein Krankenpfleger, befürwortet ebenfalls ein Böllerverbot. Er ist aber skeptisch, was die Umsetzung angeht. „Ja klar, es ergibt voll Sinn, aber wird man damit das Problem lösen? Natürlich nicht. Das würde nach außerhalb gedrängt.“ Er schlägt vor, offizielle Zonen einzurichten, „wo die Leute sich austoben können“.
Katinka M. arbeitet in der Hauptstadt als Stadtführerin und wohnte 20 Jahre lang in der Sonnenallee, die für ihre Silvesterkrawalle berüchtigt ist. „Dort ist immer ein halber Krieg“, so die Berlinerin. „Seit ich einen Hund habe und die Tierwelt sehe, wie sie leidet; der Biber, der getötet wurde, die Kinder, die verletzt wurden – es ist einfach derartig ausgeartet.“ Sie findet, dass dann auch die Müllbeseitigung der Allgemeinheit nicht mehr aufgebürdet würde, „nur weil so ein paar Spacken Krieg spielen.“
Die Freundinnen Sea und Hanna, beide 18 Jahre alt, stören die Böller nicht. „Ich verstehe aber auch alle Leute, die was dagegen haben. Ich glaube aber, dass solche Sperrzonen eher dazu führen, dass das große Geböller ein paar Straßen weiter verlegt wird“, findet Sea.
Daher hält sie ein generelles Verbot möglicherweise für effektiver. Hanna ergänzt: „Wenn man so etwas verbietet, dann passiert das dann eher in einem illegalen Raum.“ Vielleicht gebe es dann noch gefährlichere Böller zu erwerben.
Dr. Sonja Kock, Sprecherin des Bundesinnenministeriums, erklärte dazu in der Regierungspressekonferenz am 29. Dezember, dass es für dieses Silvester keine Pläne für ein allgemeines Böllerverbot gebe. „Es gibt Anforderungen von Ländern und Kommunen, mehr Rechte zur Steuerung und Regelung von Silvesterfeuerwerken zu bekommen und Verbotszonen einzurichten.“
Das Bundesinnenministerium werde im kommenden Jahr mit den Ländern beraten, ob im Rahmen der Veränderung der Sprengstoffverordnung Kommunen und Ländern ein Mehr an eigenen Entscheidungsmöglichkeiten eingeräumt werden kann. „Dazu bedarf es dann aber einer Entscheidung im Bundesrat“, so die Sprecherin.
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