05.01.26: Russischer Kommandeur der „Espanola“ wird zuhause erschossen
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Wir haben wichtige Neuigkeiten aus Russland.
Im Krieg Russlands in der Ukraine haben paramilitärische Verbände wie die Wagner-Gruppe gelegentlich durch Rekrutierung an der Basis und militärische Erfolge mächtige, unabhängige Gruppen aufgebaut. Doch sobald ihr Einfluss zu groß wurde, sahen sie sich mit schwerwiegenden Konsequenzen konfrontiert. Stanislaw Orlows rasanter Aufstieg zum Warlord der Freiwilligenformation „Española“ verdeutlicht diese gefährliche Dynamik, in der Ehrgeiz auf unerbittliche zentrale Kontrolle trifft.
Der sogenannte zweite Wagner, Stanislaw Orlow, war ein Veteran des Donbass-Konflikts von 2014 und Mitglied der selbsternannten Volksrepublik Donezk. Er gehörte außerdem der Ultragruppe „Rot-Blaue Krieger“ von ZSKA Moskau an, einer der größten Fangruppen des Vereins. Inspiriert vom Modell der halbautonomen Streitkräfte der Wagner-Gruppe unter Jewgeni Prigoschin, nutzte Orlow im Frühjahr 2022, nach dem Einmarsch Russlands in die Ukraine, seine Verbindungen zur Fußball-Ultrasszene, um unter dem Bataillon „Wostok“ eine ähnliche Einheit zu gründen. Die Brigade zog Kämpfer von Vereinen wie Spartak, Zenit, Lokomotiv, Torpedo und ZSKA an und betonte patriotisches Freiwilligenengagement in nationalistischen Kreisen. Verträge, die über Vermittler wie die private Militärfirma Redut abgewickelt wurden, ermöglichten ein rasantes Wachstum auf Hunderte von Mitgliedern, darunter auch ausländische Freiwillige. Bis 2023 erlangte sie durch staatlich verbundene direkte Förderung ein Art Unabhängigkeit. 2024 wurde Espanola als 88. Aufklärungs- und Sabotagebrigade in das Freiwilligenkorps des Verteidigungsministeriums integriert. Orlows Ansatz schuf eine loyale Truppe, die starre Hierarchien umging und sich in den Kämpfen um Wuhledar, Bachmut, Awdijiwka und Chassiv Jar als effektiv erwies.
Die Vervierfachung Espanolas auf Brigadestärke bis 2024 verschaffte Orlow beträchtliche Ressourcen und operative Autonomie. Die Brigade profitierte zudem von einer Finanzierung, die zwar theoretisch privat war, in der Realität aber lediglich auf Sponsoring durch staatlich verbundene Einrichtungen beruhte. Diese Position bestärkte ihn in der Annahme, er könne – ähnlich wie Prigoschin – Versäumnisse der Militärführung öffentlich kritisieren, ohne Konsequenzen befürchten zu müssen. Die Spannungen verschärften sich 2025 im Zuge von Ermittlungen wegen angeblicher finanzieller Unregelmäßigkeiten und illegalen Waffenhandels im Zusammenhang mit Brigademitgliedern. Im Oktober 2025 ordneten die Behörden die Auflösung der Brigade an und entzogen ihr damit ihre einheitliche Struktur und Orlows Autorität. Dies waren jedoch lediglich Mittel des Kremls, um ihn aufgrund seiner offenen Kritik am militärischen Oberkommando ins Visier zu nehmen. Trotz dieses Rückschlags behielt Orlow seinen Einfluss in nationalistischen Netzwerken und agierte weiterhin informell, anstatt sich den Drohungen zu beugen. Aus diesem Grund erschienen am 4. Dezember 2025 maskierte Sicherheitskräfte an seinem Wohnsitz in der Schrebergartensiedlung Flozki in Sewastopol, um ihn im Zusammenhang mit den Waffenermittlungen zu verhaften. Überwachungskameras filmten, wie Fahrzeuge mittags vorfuhren, bewaffnete Personen den Raum betraten und kurz darauf Schüsse fielen. Augenzeugen berichteten, Orlow habe keinen Widerstand geleistet und das Feuer nicht erwidert. Stunden später wurde seine Leiche von einem Krankenwagen abtransportiert. Vertraute bestätigten später seinen Tod im Zuge der laufenden Ermittlungen zu dem Vorfall.
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