Mercosur-Protest: Brandenburgische Bauern blockieren Autobahnzufahrten
Videobeschreibung:
Aus Protest gegen das Mercosur-Abkommen blockierten Bauern am 8. Januar mehrere Autobahnauffahrten in Brandenburg. Auch in Mecklenburg-Vorpommern gab es an zahlreichen Autobahnauffahrten Bauernproteste.
Eigentlich sollte das Abkommen nach 25-jährigen Verhandlungen kurz vor Weihnachten unterzeichnet werden. Doch massive Proteste von europäischen Bauern und der Widerstand von Frankreich, Italien, Polen sowie Ungarn verhinderten dies.
Wir sprachen mit brandenburgischen Bauern an der Autobahnauffahrt Kremmen an der A 24 über die Hintergründe ihrer Blockadeaktion und ihre größten Sorgen.
„Na, dass hier die Landwirtschaft komplett zusammenbricht“, so der Landwirt Ronny Müller (47).
In den Mercosur-Ländern herrschten andere Bedingungen als in Deutschland. „Wir haben ganz andere Standards, als die in Lateinamerika“, begründet der Landwirt Andreas Trebbin (35) seinen Unmut. In Lateinamerika würden Pestizide benutzt, die in Deutschland seit 30 Jahren verboten wären. „Und da können wir nicht mithalten. Die produzieren viel günstiger als wir hier.“ Die eigenen Erzeugnisse könnten dann nicht mehr zu einem guten Preis verkauft werden.
„Wir haben hier eine CO2-Steuer, die wurde am 1. Januar erhöht. Und wie ist die CO2-Bilanz, wenn ich die Produkte aus Lateinamerika hierherhole? Das sind Sachen, die nicht schlüssig sind“, kritisiert der ehemalige Postbeamte Oliver Mangelsdorf (67), der an den Protesten teilnimmt.
Mit dem Mercosur-Freihandelsabkommen zwischen der EU und den vier lateinamerikanischen Staaten Argentinien, Brasilien, Paraguay und Uruguay könnte der größte Freihandelsraum der Welt mit mehr als 720 Millionen Menschen entstehen. Laut der Bundesregierung, die offensiv für das Abkommen wirbt, steht der Vertrag kurz vor dem Abschluss. Die EU hatte zuvor mehr finanzielle Unterstützung für die europäische Landwirtschaft und Schutzklauseln zugesagt.
Laut Polizei verliefen die Blockadeaktionen des Bauernbund in Brandenburg an neun Autobahnauffahrten der A24 ohne Vorkommnisse. Es kam allerdings zu Verkehrsstauungen.
In Mecklenburg-Vorpommern fanden an 27 Autobahnauffahrten, durch den Verein „Landwirtschaft verbindet Deutschland“ organisiert, reine Protestveranstaltungen statt. Blockaden waren durch das Innenministerium untersagt. Laut Polizei gab es auch hier keine Vorkommnisse.
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