Merz: KI & Strom Lügen, Lügen, Lügen ❌
Videobeschreibung:
Friedrich Merz erzählt auf Veranstaltungen inzwischen ganz offen, die ganze Welt beneide Deutschland um seine angeblich einzigartige KI-Strategie. Deutschland sei auf dem Weg zur globalen KI-Führungsnation. Diese Aussagen klingen gut, sie erzeugen Schlagzeilen – sie haben mit der Realität jedoch kaum etwas zu tun.
Tatsache ist: In Deutschland und der Europäischen Union wird Künstliche Intelligenz stärker reguliert als fast überall sonst auf der Welt. Mit dem EU-KI-Gesetz, dem Energieeffizienzgesetz und einer Flut weiterer Auflagen werden leistungsstarke Rechenzentren nicht gefördert, sondern gebremst. Betreiber müssen immer strengere Effizienz-, Dokumentations- und Nachhaltigkeitsauflagen erfüllen. Wer heute in Deutschland ein großes KI-Rechenzentrum bauen will, kämpft nicht mit Innovationsmangel – sondern mit Bürokratie, Genehmigungsdschungel und jahrelangen Wartezeiten.
Gleichzeitig fehlt Deutschland die elementare Grundlage für eine KI-Supermacht: günstiger, verlässlicher und jederzeit verfügbarer Strom. Moderne Rechenzentren benötigen gigantische Energiemengen. Während die USA, China und andere Länder gezielt Kraftwerke, Netze und industrielle Infrastruktur für KI ausbauen, verabschiedet Deutschland Gesetze, die den Stromverbrauch perspektivisch senken sollen.
Besonders absurd wird Merz‘ Erzählung im Licht offizieller Prognosen. Im sogenannten Monitoring-Bericht zur Energiewende geht das Bundeswirtschaftsministerium davon aus, dass der Strombedarf in Deutschland in den kommenden zehn Jahren um rund 25 Prozent sinken könnte. Deutschland wäre damit eine der wenigen Industrienationen weltweit mit schrumpfendem Stromverbrauch – während der Rest der Welt seinen Energiehunger für Digitalisierung und KI massiv ausweitet.
Das Ergebnis ist ein glasklarer Widerspruch: Wer weniger Strom einplant, kann nicht gleichzeitig weltweite KI-Spitzenleistung liefern. Wer Rechenzentren mit Auflagen überzieht, wird keine globale Führungsrolle erlangen. Wer Genehmigungen über Jahre verschleppt, verliert den Anschluss.
Die Realität ist deshalb bitter: Deutschland ist kein KI-Vorreiter, sondern ein Hochregulierungsstandort mit Energieproblemen. Internationale Konzerne investieren ihre Milliarden bevorzugt dort, wo Strom günstig ist, Netze vorhanden sind und politische Rahmenbedingungen Wachstum ermöglichen – nicht in einem Land, das sich selbst fesselt.
Friedrich Merz verkauft der Öffentlichkeit ein Wunschbild, das mit harten Fakten nicht standhält. Es ist politische Schönfärberei statt ehrlicher Analyse. Deutschland wird nicht beneidet. Deutschland wird bemitleidet – weil es sich aus ideologischen Gründen freiwillig aus dem globalen KI-Rennen verabschiedet.
Verantwortlich für Inhalt: Dirk Muchow














